Jungfische aufpäppeln

Jungfische aufpäppeln

Beschreibung Titelbild: Ablaichkästen verhindern
die Jungfischvernichtung.

Nichts leichter als das: verschiedene Größen für unterschiedliche Altersstufen

Text & Fotos: HEIKO BLESSIN


Ich denke, dass fast jeder mindestens einmal in seinem Aquarianerleben mit dem Thema Jungfische zu tun hat. Oft ist es tatsächlich der Beginn einer tiefen Liebe zur Aquaristik, denn die Geburt und Jungfischaufzucht gehört sicherlich zu den schönsten Erlebnissen – eben nicht nur beim Menschen.

Unsere lieben Guppys, Platys und Schwertträger gehören auch deswegen zu den beliebtesten Fischarten überhaupt, weil sie lebende Junge bekommen. Das macht vieles einfacher: Die Jungen sind bei der Geburt mit 510 mm schon recht groß und daher einfach zu ernähren. JBL hat ein cleveres Futterset für die Jungfische von Lebendgebärenden Zahnkarpfen im Sortiment: Dieses „JBL Pronovo Bel Flakes Baby“ enthält drei kleine, wiederverschließbare Beutel mit verschiedenen Flockengrößen. So können die Babys bis zum jugendlichen Alter mit den verschiedenen Flockengrößen artgerecht und ideal aufgezogen werden.

Drei Futtergrößen in einem Set.

Das zweite Thema bei den Lebendgebärenden ist die speziell für Kinder brutal anzusehende Tendenz vieler Fischeltern, ihre eigenen Jungen aufzufressen. Um bei den Kindern keine falschen Gedanken aufkommen zu lassen, können die trächtigen Weibchen in einen Ablaichkasten (eine Art Geburtshaus) gesetzt werden. Dort trennt ein Gitter die Babys von den „Rabenmüttern“.

Nach der Geburt, die meistens 10 bis 40 Junge hervorbringt, können das Weibchen und das Gitter aus dem Kasten entfernt werden, bis die Jungfische groß genug sind, um sich im Aquarium zu behaupten. Auch hier hat JBL drei verschiedene Ablaichkästen im Angebot: Das JBL Babyhome proAir ist die Basisversion mit Trenngittern, Einzelkammern oder Gemeinschaftsgeburtsraum. Die JBL NBox bietet mit knapp drei Liter Volumen Platz für eine stressfreie Aufzucht und die Luxusversion JBL Babyhome Oxygen bietet alles: Sogar eine Durchlüfterpumpe mit Wasserheber, der für eine Zirkulation von Sauerstoff reichem Wasser im Ablaichkasten sorgt, ist enthalten. Vollkommen verrückt – aber tatsächlich gut durchdacht, bis hin zu kleinen Abdeckscheiben auf dem Ablaichkasten, damit niemand flüchtet oder ungebetenen Besuch bekommt.

Auch dichte Pflanzenbestände dienen Jungfischen als Schutz.

Die meisten Aquarienfische sind jedoch eierlegend. Das bedeutet, dass ihre Jungfische nach dem Schlüpfen oft deutlich kleiner sind als die der Lebendgebärenden Zahnkarpfen. Diese Minigröße ist insofern anspruchsvoll, als dass die Jungen für das normale Babyfutter zu klein sind. Sie ernähren sich nach dem Schlupf von ihrem Dottersack und beginnen dann, Kleinstlebewesen in ihrer Umgebung, sogenannte Infusorien, zu fressen.

Die kleinen Eier lassen schon auf die Größe der Babys schließen.
Der Dottersack liefert für einige Tage Energie.

In dieser ersten Zeit ist alternativ nur ein Flüssigfutter möglich, wie etwa JBL Pronovo Bel Fluid. Dieses sehr gehaltvolle Futter bringt die Jungfische schnell zu einer Größe, in der sie lebende Artemia-Nauplien fressen können. Auch dafür hat Babyausstatter JBL ein komplettes Artemia-Sortiment im Programm, mit dem jeder selbst aus Artemia-Eiern kleine Krebse ziehen kann, die das perfekte Futter für die Jungfische darstellen.

Artemia-Krebse sind essenziell für die Jungfischaufzucht.

Wenn die Jungfische diese Größe erreicht haben, wäre ein Mini-Granulat bereits eine Alternative. Natürlich auch hier ein Vorschlag: JBL Pronovo Bel Grano Baby – wieder mit drei Beuteln für Jungfische zwischen 5 und 20 mm Länge.

Wer jetzt meint: „Oje – das klingt alles kompliziert“, sollte sich einmal mit der Zucht von Meerwasserfischen beschäftigen: Phytoplanktonkulturen (pflanzliches Plankton) anlegen – sie dienen als Futter für Zooplankton (tierisches Plankton). Dies kann den Fischlarven zu Beginn ihres Lebens gereicht werden, bis sie Artemia-Nauplien fressen können.