Auf den Zahn gefühlt

Auf den Zahn gefühlt

Titelbild: Zähne im Vergleich (A Catoprion mento, B Pygopristis denticulata, C Pygocentrus piraya, D Serrasalmus rhombeus, E Pygocentrus nattereri), CC BY 4.0

Dass Piranhas (Serrasalminae) kräftig zubeißen können, wissen manche Aquarianer aus eigener Erfahrung. Wie kräftig ist jetzt auch bekannt: Die Ergebnisse einer Studie zeigen, dass einige Piranhas Beißkräfte zwischen 1 N und 140 N produzieren können, die unter anderem zahn- und damit artspezifisch sind. Die karnivoren Piranhas (D, E) beißen ihre Beute, um mit dem ersten Biss Fleischstücke aus dieser zu lösen, die die attackierenden Fische sich schnappen, während sie kurz von der Beute ablassen, um das Prozedere dann zu wiederholen. Für das Herauslösen des Fleisches wiederum kommen Kräfte von bis zu 440 MPa in Gebrauch und Beißkräfte von mehr als 1.200 N/kg. Diese Werte übersteigen in Relation sogar die Kräfte, die von Krokodilen und Hyänen aufgebracht werden. Aber nicht alle Arten sind so stark, Catoprion mento (A, vgl. auch C.) lebt als Ektoparasit und löst nur Schuppen von seiner „Beute“, während Pygopristis denticulata als omnivore Art auch Früchte, Samen und Insekten frisst.

Literatur: HUSKEY, S. et al. (2026): Biomechanics, muscle modeling, and the elevated bite force and tooth stress of piranhas. The Science of Nature.