Titelbild: Die Männchen von N. poppi sind farbiger als die Weibchen. (Fotos: Belá Nagy)

Der erwartungsgemäß hübsche neue Nothobranchius poppi stammt aus dem Südosten der Demokratischen Republik Kongo und besiedelt dort saisonale Sumpfgebiete. Etwa von März bis Mai kann die Art in ihrem natürlichen Vorkommensgebiet angetroffen werden, bevor die Gewässer ab Juni austrocknen und nur die Eier von N. poppi im Bodengrund verbleiben, um zu überdauern. Die Männchen zeichnen sich aus durch hellblaue Schuppen mit rotbraunem hinterem Rand, die unpaarigen Flossen sind kontrastreich blau-rot gefärbt, während die Brustflossen transparent sind. Die Weibchen sind uniform gräulich mit einem feinen blauen Glanz auf den Schuppen hinter den Augen. Für Aquarianer interessant ist der Hinweis auf die Entwicklungszeit der Eier, die von den Autoren für Raumtemperatur mit drei bis vier Monaten angegeben ist. An der Typuslokalität konnten außerdem folgende Parameter festgestellt werden: 27,5 °C, pH: 6,1, 103 μS/ cm. Benannt ist die neue Art nach dem Deutschen Thomas Popp, der sie 2016 mit seinen Mitstreitern auf einer Expedition entdeckt hat.
Literatur: NAGY, B., MANDA, A. & VREVEN, E., 2026: Nothobranchius poppi, a new species of seasonal killifish (Cyprinodontiformes: Nothobranchiidae) from ephemeral wetlands of the lower Luapula Riverfloodplain (upper Congo drainage: DR Congo). Ichthyological Exploration of Freshwaters. 10.23788/IEF-1204.
