Wiedereinführung geglückt!

Wiedereinführung geglückt!

Fotos: Daniel Konn-Vetterlein

Artenschutz und Auswilderungsprojekte sind in aller Munde, doch gerade die Auswilderung ist häufig kritisch zu betrachten, denn nur mit intakten Biotopen kann diese zielführend sein. Eine Erfolgsmeldung kommt nun aus Mexiko, wo der Hochlandkärpfling Zoogoneticus tequila erfolgreich im oberen Fluss Teuchitlán reetabliert werden konnte. Der Prozess gliederte sich in vier Phasen: 1. Ex situ – Forschung zur Erhöhung der durch Nachzucht verfügbaren Individuenzahl und deren Vorbereitung auf ein Leben in der Natur, 2. Ermittlung geeigneter Biotope für die Auswilderung, 3. Entlassung der nachgezogenen Individuen, und 4. Langzeitbeobachtung der ausgewilderten Fische. Sieben Jahre nach der Auswilderung hat sich gezeigt, dass die Hochlandkärpflinge aus Nachzucht sich sehr gut an natürliche wie auch semi-natürliche Umgebungen angepasst haben und die Population sich mittlerweile sogar auf weitere Quelltöpfe ausgebreitet hat. Dank dieses Erfolgs ist Z. tequila von der IUCN nicht mehr als „ausgestorben in der Natur“, sondern als „gefährdet“ geführt. Weitere Beobachtungen und vor allem der Schutz geeigneter Biotope sind notwendig, damit das Projekt auch langfristig von Erfolg gekrönt sein kann. Die Veröffentlichung ist kostenpflichtig und nicht frei herunterladbar.

Literatur: Domínguez-Domínguez, O. et al. (2025): From Captivity to Recovery: Successful Reintroduction of the Extinct-in-the-Wild Zoogoneticus tequila into its natural habitat. 10.2139/ssrn.5592135.